… das Herz?

Nicht nur Martin Luther, sondern auch mir und vielen Betroffenen, die mir schrieben, hat der Hebräerbrief Glaubensfreude und Zuversicht und auch seelische Gesundheit für Jahre zerstört. Warum gilt unser Zeugnis nichts?

Ich nehme zur Kenntnis, dass du nichts dergleichen erlitten hast, Dann freu dich, aber unterlasse es bitte, Christen abzubremsen, die gründlicher nachdenken als du.

Sehr vielsagend ist, dass du zu einem ehrlichen Austausch von Argumenten nicht bereit bist. „Du hältst es nicht für angemessen….“ Ohne Argumente überhaupt angesehen zu haben? Das soll nun Menschen, die wegen dem Hebräerbrief in der Psychiatrie sitzen, helfen?

Man kann den Hebräerbrief „auch anders auslegen“, meinst du. Zweifellos. Doch eine „Auslegung“ von Leuten, die  sich einen sachlichen Austausch von Argumenten und ehrliche Rechenschaft gar nicht leisten können, hat weder Gewicht noch Kraft. Sie ist spekulative Behauptung, schlecht begründete Meinung und Wunschdenken – mehr nicht. „Gesund“ ist daran gar nichts.

Die Funktion solcher „Auslegungen“ ist, den Applaus der gedankenlosen Mehrheit zu bekommen, die für ihr Wohlbefinden den Aberglauben an einen irrtumslosen Hebräerbrief braucht, und die es wenig stört, wenn dafür einzelne Mitchristen zugrunde gehen.

Wann wird sich endlich die Einsicht durchsetzen, dass man sich Aufrichtigkeit leisten kann, ohne seinen Glauben gefährdet zu sehen?

Wie das Gotteswort gesagt hat, dass leider von Christen immer weniger  geglaubt wird: „Darum legt die Lüge ab und redet die Wahrheit, ein jeder mit seinem Nächsten.“ (Eph 4,25)

Artikel aktualisiert am 26.06.2022

2 thoughts on “… das Herz?”

  1. du hast da alles Mögliche in meinen Brief hinein- und herausgelesen. Schade. Ich habe nirgends gesagt, dass ihr „alle doof“ wärt – ich habe im Gegenteil bewusst Mitgefühl ausgedrückt. Ich habe selber meinen Glauben vor 17 Jahren für einige Zeit verloren und bin weit davon entfernt, mich über Geschwister mit Glaubenszweifeln zu erheben.

    Du beschneidest dich selber, wenn du auf jeden, der sich nicht auf exakt die Gleise setzen lässt, die du für ein Gespräch ausgelegt hast, so allergisch reagierst, wie du es hier tust. Mit Beleidigungen und Unterstellungen kommen wir im Reich Gottes nicht weiter – eigentlich nirgendwo, selbst in der Welt.

    Du hast keine Ahnung, wer und wie ich bin – und so aggressiv, wie du hier reagierst, wird sich das auch nicht ändern. Der Hauptgrund, warum ich übrigens im Moment keine Zeit für lange Emails habe, ist mein Studium an der FTH, das ich im Oktober begonnen habe. Ich nehme mir, neben meinem Beruf, nochmal bewusst Zeit, um Gottes Wort besser verstehen zu lernen und dann hoffentlich künftig noch besser in der Lage zu sein, auch komplizierten Anliegen wie deinem gerecht werden zu können.

    1. Warum sollte ich kein Verständnis dafür aufbringen, dass du jetzt keine Zeit hast, die Argumente im einzelnen zu prüfen? Doch wer es ehrlich meint, der würde schreiben, ich habe JETZT keine Zeit, mir die Details anzusehen, aber ich sehe, dass du sehr gründlich, selten gründlich zum Thema der Verletzung durch Bibellehre gearbeitet hast, werden meine Kollegen und ich uns Zeit nehmen, deine Argumente zum Hebräerbrief durchzuprüfen und dir nach bestem Wissen und Gewissen antworten. Oder vielleicht hat ja auch ein anderer Kollege jetzt schon Zeit oder könnte sie sich nehmen.

      Stattdessen BELEHRST du mich, wie der Hebräerbrief zu sehen ist. Das Ergebnis steht fest, bevor du die Beweiskraft meiner Argumente überhaupt geprüft hast: der Hebräerbrief muss für harmlos gehalten werden und ist nicht zu beanstanden. Dann kann der Fehler ja bloß an meiner Begriffsstutzigkeit oder Dummheit liegen, weil ich nicht bemerke, was jeder andere einsieht! Und das genau ist diese Unehrlichkeit, die ich meine. Das ist keine Unterstellung.

      Natürlich kann man den Vorhalt der Unehrlichkeit als Beleidigung zurückweisen. Doch Unehrlichkeit wird dadurch nicht ehrlich!

      Jetzt bereitest du deine Karriere als Bibellehrer durch ein Studium an der FTH vor. Dort werden dich Leute belehren, die sich mit theologischen Titeln schmücken: Doktor, Professor, Master of Divinity („Meister der Göttlichkeit“ – Warum nicht gleich: Stellvertreter Christi auf Erden?) usw. Die werden dich belehren, dass das Verbot Jesu sich mit dem Titel „Lehrer“ über seine Mitbrüder zu erheben ( Mt 23,4) irrtumsloses Gotteswort ist. Zugleich aber werden sie dich belehren, dass es richtig ist, genau das Gegenteil zu tun, sich mit Titeln zu schmücken, weil es der Sache des Reiches Gottes nutzt.

      Setz dich selber auf diese Schiene und du wirst in wenigen Monaten so abgestumpft sein,
      dass dich die Schizophrenie im Denken nicht mehr stört. Auch das Lügen wird dich nicht mehr stören, sofern es nur unauffällig geschieht. Du wirst am Ende genau so wie die Herren Doktoren darin geübt sein, dich und andere für dumm zu verkaufen. Die Sehnsucht nach Wahrheit wird in dir bis auf einen kläglichen Überrest ersterben. Du erwirbst dort die Lizenz auch das ehrliche Fragen in deiner Gemeinde zum Schweigen zu bringen. Es kommt hinfort nur noch darauf an, dass die Mehrheit sich auch bei dir ihre frommen Illusionen abholen kann und lobend von dir spricht. Deinem Einkommen und Ansehen wird es nützen. Und man wird mit dir genau so wenig über Lüge und Manipulation in der Bibellehre sinnvoll reden können wie mit all den anderen Lichtgestalten: Prof.Dr. Dr. Hinz, Prof.Dr. Dr. Kunz usw.

      Dass man diesen selbstgefälligen Unsinn mit der Stimme Jesu, des guten Hirten verwechselt, das ist unsagbar traurig. Manchmal denke ich, diese Herren glauben in Wahrheit an gar nichts. Zugeben können sie es natürlich nicht. Es ist ja ihr Geschäftsmodell.
      „Weh euch wenn euch die Menschen loben“ sagte Jesus.

      Ja, du hast recht: ich sollt jeglichen scharfen Ton im Brief vermeiden. Doch auch wenn ich ganz freundlich schriebe – das Ergebnis bei einer ideologischen Dressur steht immer schon von vornherein fest. Du glaubst gar nicht, wie deprimierend das ist, wenn man warnen muss und niemand hört zu.

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