Miese Tricks

Korruptes (= verdrehtes, verkehrtes) Handeln, das mit dem göttlichen Auftrag in Widerspruch steht, ist in der christlichen Gemeinde kein außergewöhnlicher, sondern ein natürlicher Vorgang, der ständig stattfindet:

Denn, selbstsüchtig wie wir sind, wollen wir immer das Gegenteil von dem, was Gottes Geist will. Doch der Geist Gottes duldet unseren Egoismus nicht. Beide kämpfen gegeneinander, so dass ihr gute Absichten nicht in die Tat umsetzen könnt.“ (Gal 5,17).

Die natürlichen Bedürfnisse sind wie ein ständiger, starker Sog, dem das „Glaubensschiff“ auf seiner Reise ausgesetzt ist. Wer ans Ziel kommen will, muss diesem Sog gegensteuern. Deswegen fordert das Wort Gottes sehr häufig auf, die Aktionen des Fleisches ins Licht zu stellen, insbesondere sie von dem, was der Geist Gottes will, zu unterscheiden:

Lebt als Gottes Kinder im Licht Gottes und prüft, was Gott gefällt! Lasst euch auf keine fruchtlosen und finsteren Machenschaften ein! Helft vielmehr, sie aufzudecken!“ (Eph 5,9-11)

Korruption kann zur Gewohnheit werden. Weil man dafür nicht mehr ehrlich Rechenschaft ablegen kann, werden Methoden der Desinformation, Manipulation und Täuschung eingesetzt.

Solche Methoden sagen etwas über die Beziehung zu dem Menschen aus, der desinformiert wird: Er wird nicht als Freund betrachtet und soll auch in Zukunft keiner werden. Manipulative Methoden machen ihn zum Objekt, das in einer gewünschten und vorausberechneten Weise reagieren soll.

Hand aufs Herz! Würde jemand wirklich solche Methoden gegenüber einem Freund (!) anwenden?

Offenbar nicht. Manche Gläubige betrachten solche problematischen Methoden überhaupt nicht als Sünde, sondern als eine Art Notwehr, die ja nach unserem Strafrecht nicht bestraft wird. Wer seinen Einfluss und seine Macht verteidigt, „wehrt sich ja nur“. Deshalb seien alle Mittel erlaubt, die der Verteidigung dienen. Das glauben sie tatsächlich.

Ob Jesus das auch so sieht?

Die Kanzel ist meist eine Einbahnstraße für Informationen und eignet sich daher sehr gut für Manipulationen. Ursprünglich war es im Gottesdienst so, dass mehrere Brüder vortragen konnten und dass ihre Botschaft von den anderen sogleich geprüft wurde.

Von den Brüdern, die Gottes Weisungen empfangen, sollen nur zwei oder drei sprechen; die anderen sollen das Gesagte deuten und beurteilen (και οί άλλοι διακρινέτωσαν).“ (1.Kor 14,29) Auch bei Jesus sehen wir, dass Zwischenfragen möglich waren.

Üblicherweise beansprucht der Redner auf der Kanzel im Gottesdienst das Redemonopol. Es gilt in vielen Gemeinden als äußerst unhöflich – als Störung – während der Predigt eine Frage zu stellen. Es ist oft auch schon deshalb gar nicht möglich, weil nur der Redner vorne ein Mikrophon hat und der Fragesteller keins.

Wenn die Korrektur durch eine Zwischenfrage fehlt, dann kann der Redner nach Belieben sogenannte „Killerphrasen“ verwenden, die das Interesse der Hörer abbremsen, sich mit bestimmten wichtigen Wahrheiten näher zu befassen.

Ein Beispiel. Der Redner sagt: „Sitzen Theologen hier? Ich kann euch sagen, wir Theologen sind alles Nullen…“ Natürlich enthält dieser Satz Wahrheit. Auch jemand, der theologisch arbeitet, soll bescheiden von sich denken und hoch von seinem Herrn. Soweit so gut.

Dieser Satz kann aber auch dazu dienen, Stimmung gegen wichtige theologische Reformen zu machen. Und da beginnt die Manipulation und Unredlichkeit. Theologische Arbeit ist notwendig, und es ist auch keine Frage, dass etliche Theologen viel seriöser und aufrichtiger arbeiten als andere, die im Strom der üblichen Mehrheitsmeinung mitschwimmen. Wenn dem Redner theologische Verbesserungen bekannt sind, die kein Gehör finden, so ist ein solcher Satz schon sehr manipulativ und unfair.

Der Redner kann Pauschalisierungen verwenden, um dafür zu sorgen, dass immer alles so bleibt, wie es ist. „Ich versichere euch, wir alle sind korrupt!“ Das ist nun nichts Neues und sicherlich richtig, dass die Vermischung von geistlichen und fleischlichen Motiven alle Christen betrifft.

Doch dieser Satz kann auch deshalb geäußert werden, um einzuschläfern und um die Gemeinde daran zu gewöhnen, dass sich die Leitung problematischer Maßnahmen bedient. So sei es eben, bitte akzeptiert es! Und man habe ja mit dem Appell auf der Kanzel genug dagegen getan. Und das ist falsch. Es ist keine Frage, dass korrupte Verhaltensweisen bei den leitenden Brüdern offen angesprochen und in Ordnung gebracht werden müssen. Insbesondere bei schiedsgerichtlichen Entscheidungen darf es Korruption, Parteilichkeit und Fahrlässigkeit überhaupt nicht geben – beides hätte verheerende Folgen für den geistlichen Zustand der Gemeinde.

Bisweilen wird auch eine kritische Sicht geheuchelt. Wortreich redet der Prediger über die Versuchung zum Machtmissbrauch in der Gemeinde und beteuert, dass er davon selber nichts hält. Doch über hilfreiche und notwendige Gegenmaßnahmen erfährt die Gemeinde nichts. Nach der Predigt hat sie nur den (falschen) Eindruck, dass der Redner das Thema im Blick hat und dass es ihm wichtig ist – was gar nicht zutrifft.

Ein Predigtnachbereitungsdienst bietet der Gemeinde die Chance, zur Predigt Stellung zu nehmen, sodass Manipulationen seltener werden.

Bibelgläubige Christen sollten im Interesse der geistlichen Gesundheit ihrer Gemeinde den Machtmissbrauch an den im folgenden genannten Methoden erkennen können:

Wichtigtuerei und Arroganz: Man weist auf seinen höheren Rang in der sozialen Hierarchie hin, um zu rechtfertigen, dass man dem „weniger bedeutenden“ Gläubigen, der unerwünschte Informationen liefert, nicht zuhören braucht. Wie oft kommt es inzwischen vor, dass bessere Argumente eines Bruders gering geschätzt und vom Tisch gewischt werden, bloß weil er keinen Titel hat! Gläubige mit Titel können Einfluss erwerben, der ihnen gemäß ihrem geistlichen Zustand gar nicht zusteht.

Die Bibel: Wahrheit hat in sich selbst Autorität. Diese Autorität ist nicht abhängig von dem Rang der Person, die sie übermittelt. Der Knabe Samuel musste dem Priester Eli das Gericht Gottes ankündigen (1.Sam 3). Gott gebrauchte einen Esel, um der Torheit des Propheten Bileam zu widerstehen (2.Pe 2,16). Gott bestrafte den Priester Amazja, der dem Bauern Amos das Predigen verbot (Amos 7,10 ff). Rangunterschiede in der Gemeinde sind durch Jesus Christus aufgehoben. „Ihr sollt euch nicht Meister nennen lassen, denn einer ist euer Meister, Christus. Wer unter euch groß sein will, der soll allen anderen dienen. Alle, die sich selbst ehren, werden gedemütigt werden. Wer aber den anderen höher achtet als sich selbst, wird geehrt werden.“ (Mt 23,10-12). Wahrheit hat einen unverwechselbaren Klang. Es ist die Stimme Jesu, des guten Hirten. „Wer die Wahrheit liebt, der erkennt meine Stimme“. (Joh 18,37). Paulus warnt vor Gläubigen, die Ansehen haben, das sie aufgrund ihrer innerlichen Einstellung gar nicht verdienen (2.Kor 5,12) und sich notwendiger Kritik entziehen, indem sie nur den als Gesprächspartner akzeptieren, der ähnlich wie man selbst Kompromisse zugunsten einer Institution gemacht hat. Auf diese Weise agieren Theologen schließlich als Vertreter von Interessenblöcken, von Institutionen – ein Zustand, den Jesus niemals akzeptieren würde, so wie auch dem Apostel Paulus die Bildung von Parteiungen unter der Fahne von „geistlichen Koryphäen“ verhasst war. (1.Kor 3,4-8) In Gal 5,20 steht die Sünde der „Rottenbildung“ zwischen den kapitalen Sünden „Götzendienst“ und „Mord“. Wer Mitchristen zur Feindschaft verleitet gegenüber Gläubigen, die die eigene Institution kritisch sehen, begeht keine Bagatellsünde!

Ausgrenzung: Gläubige, die auf Fehler hinweisen, lässt man fühlen, dass sie den Frieden stören und nicht richtig dazugehören.

Die Bibel:Nehmt euch ein Beispiel an den Propheten, die im Auftrag des Herrn gesprochen haben. Wie vorbildlich und mit welcher Geduld haben sie alle Leiden ertragen. Menschen, die so standhaft waren, sind wirklich glücklich zu nennen.“ (Jak 5,10-11) „Weh euch, die ihr von allen Seiten gelobt werdet. Denn die falschen Propheten waren schon immer beliebt!“ (Lk 6,26)

Einschüchterung: Man belehrt die Gläubigen, dass jeder Zweifel am eigenen Denkmodell als Angriff auf den Glauben zu sehen ist, den Gott bestrafen muss.

Die Bibel: Paulus war es wichtig, sehr sorgfältig zwischen ausdrücklichem Auftrag Jesu und der eigenen Meinung zu unterscheiden. (1.Kor 7,25) Andernfalls würde er den Namen Gottes missbrauchen und sich damit strafbar machen: „Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht.“ (2.Mo 20,7)

Üble Nachrede und Verleumdung: Wenn kritische Argumente unangreifbar sind, dann versucht man „unter die Gürtellinie zu treten“. Man wird persönlich und informiert über Fehlschläge oder Mängel in der Karriere, über Krankheiten oder streut Verleumdungen über charakterliche Mängel aus: „Wirf mit Schmutz – dann wird schon etwas hängenbleiben…“ Man hofft darauf, dass sich viele, denen gute Argumente unsympathisch sind, hier anschließen und gar kein Interesse mehr haben an der Frage, ob die Kritik zutreffend sein könnte.

Die Bibel:Wir beurteilen niemanden mehr nach rein menschlichen Maßstäben. Selbst wenn wir Christus danach früher beurteilt haben, so gelten diese Maßstäbe jetzt nicht mehr.“ (2.Kor 5,16). „Wer seinen Nächsten hinter dessen Rücken schlechtmacht, dem werde ich den Mund stopfen. Ich kann den nicht ertragen, der sich mit Hochmut und Stolz über andere stellt.“ (Ps 101,5) „Redet nicht schlecht übereinander, liebe Brüder. Denn wer jemanden schlechtmacht und den Stab über ihn bricht, der verstößt gegen Gottes Gebot. Anstatt es zu befolgen, spielt er sich als Richter auf.“ (Jak 4,11-12).

Was tut der gläubige Christ, wenn er den Bruder oder die Schwester falsch handeln sieht? Soll er nichts tun? Keineswegs! Wenn einem Gläubigen zu Recht ein Vorwurf gemacht werden muss, dann sollte ihm immer die Möglichkeit gegeben werden, das Schädliche seines Fehlverhaltens aus Liebe einzusehen. Jesus forderte, die Sache zunächst unter vier Augen zu klären: „Wer seinem Bruder etwas vorzuwerfen hat, soll erst mit ihm persönlich sprechen, und ggf. einen weiteren Bruder zuziehen.“ (Mt 18,15). Da die Liebe das entscheidende Motiv ist, soll ihm der Vorwurf in angemessener Form mitgeteilt werden: „Liebe Brüder und Schwestern, wenn einer von euch vom rechten Wege abkommt, dann sollt ihr, die ihr von Gottes Geist geleitet werdet, ihn auf liebevolle Weise korrigieren. Seht zu, dass ihr nicht einer ähnlichen Versuchung nachgebt.“ (Gal 6,1)

Wer üble Nachrede verbreitet, redet nur über, aber nicht mit dem Bruder, der sich falsch verhalten hat, sodass dieser gar nicht die Chance erhält, sein Verhalten zu überdenken und zu korrigieren. Gerade das ist ja nicht erwünscht! Der Verleumder möchte stattdessen, dass die anderen denken: „Der Bruder handelt nicht nur falsch, sondern er ist darin unverbesserlich.“ Die Leute sollen denken, dass der Beschuldigte charakterlos ist, obwohl das gar nicht erwiesen ist. Der Verleumder ist es also, der die Sünde fortdauern lassen will! Das ist die unredliche Einstellung, die hinter der üblen Nachrede steht. Gerade bei Christen, die sich mit der Aufdeckung von Missständen unbeliebt gemacht haben, wird geradezu nach Fehlern gesucht. Man freut sich (!), wenn der Bruder sich in irgendeinem Punkt selber falsch verhalten hat, und man unterstellt ihm ohne jede Rückfrage, dass er sein Verhalten nicht bereut, damit man etwas gegen ihn in der Hand hat.

Solche Verhaltensweisen dürfen in der Gemeinschaft der Heiligen nicht geduldet werden! Was aber können Christen gegen die Sünde der üblen Nachrede tun? Wird ein Vorwurf erhoben, so müssen sie natürlich immer zuerst die Frage stellen, ob man den Bruder wegen seines Fehlverhaltens „in liebevoller Weise zurechtgewiesen“ hat. Ist das nicht der Fall, so sollten sie die üble Nachrede bei den Schiedsrichtern der Gemeinde unverzüglich anzeigen. Diese werden prüfen, ob der Betroffene zu Unrecht beschuldigt wurde oder ob er sein Fehlverhalten bereut. Ist das der Fall, so werden sie sich öffentlich für ihn einsetzen, um seine Ehre wiederherzustellen. Werden Gläubige plötzlich gemobbt, gemieden oder unfreundlich behandelt, ohne dass sie sich eines Fehlverhaltens bewusst sind, so kann üble Nachrede der Grund dafür sein. Hier hilft es manchmal, wenn man von Gläubigen, von denen die Verleumdung vermutlich ausgegangen ist, eine Erklärung einfordert, was sie über den anderen Nachteiliges gesagt haben.

Unterstellung narzisstischer Motive

Eine spezielle Form der Diffamierung ist das scheinheilige Lob. Man lobt den Gläubigen, der einen kritischen Beitrag bringt, als „tiefsinnig, originell, intelligent“, um daraufhin klarzustellen, dass der Inhalt seines Beitrages die Gemeinde intellektuell überfordern würde. Auf diese Weise entsteht der Eindruck, dass der Inhalt de facto belanglos und nur das Resultat intellektueller Aufgeblasenheit sei. Indem die ungemessene Erwartung nach Lob durch den Gemeindeleiter gnädigerweise befriedigt wurde, besteht für den Gläubigen kein Grund mehr, den Frieden der Gemeinde durch weitere Ausführungen zu stören. Wenn er es doch tut, zeigt er damit angeblich nur seinen krankhaften Wunsch, weiter aufzufallen, und muss erst recht nicht mehr ernstgenommen werden.

Provokation. Man bemüht sich, einen Gläubigen, der unangenehme Fragen stellt, durch borniertes und verstocktes Auftreten dahin zu bringen, dass er die Fassung verliert und ärgerlich wird. Dann kann man ihm „Lieblosigkeit“ vorwerfen und ihm überhaupt das Recht absprechen, etwas zu sagen.

Die Bibel:Es ist nützlicher, sich von einem verständigen Menschen scharf zurechtweisen zu lassen, als sich die Lobhudelei dummer Menschen anzuhören.“ (Pred 7,5) Paulus bereute es nicht, dass er die Korinther „durch seinen Brief traurig gemacht hat“ (2.Kor 7,8). Paulus gebrauchte auch die strenge Rede: „Entscheidet also selbst: Soll ich den Stock bei euch gebrauchen oder mit Liebe und Freundlichkeit zu euch kommen?“ (1.Kor 4,21) Dieser Gegensatz zeigt: „Der Stock“ wurde zwar auch in Liebe gebraucht, sah aber äußerlich gar nicht wie Liebe aus.

Formale Argumente werden missbraucht, um inhaltliche Argumente nicht anhören zu müssen. Man taktiert und verweigert das Recht zu reden, weil der Beitrag nicht rechtzeitig angemeldet sei, oder wenn er angemeldet wurde, dass man keine Zeit gefunden habe, ihn ausreichend zu prüfen, oder man behauptet, dass das Thema nicht zur Gemeindetradition passe und die Gemeindemitglieder emotional überfordern und nur Streit anrichten würde. Auch die erwähnte Provokation zur „Lieblosigkeit“ gehört zu dieser Taktik.

Die Bibel: Der größte Störenfried der Geschichte war Jesus Christus. Er sagte über sich selbst: „Meint nur nicht, dass ich gekommen bin, um Frieden auf die Erde zu bringen. Nein, ich bringe Streit! Ich werde Vater und Sohn, Mutter und Tochter, Schwiegertochter und Schwiegermutter gegeneinander aufbringen. Die schlimmsten Feinde werden in der eigenen Familie sein.“ (Mt 10,34-35) „Ihr habt durch euren Glauben erkannt, wie wertvoll dieser Grundstein ist. Für alle aber, die nicht glauben, gilt das Wort: »Den wichtigsten Stein des ganzen Hauses haben die Bauarbeiter weggeworfen, weil sie ihn für unbrauchbar hielten. Für sie ist es nur ein Stolperstein, der ihnen im Weg liegt, ein ärgerliches Hindernis.«“ (1.Pe 2,8). Nach der Bibel ist der Inhalt grundsätzlich wichtiger als die Form – ein Prinzip, das von fundamentaler Bedeutung ist für die Heilsgewissheit: „Die Abstammung von jüdischen Eltern und die Beschneidung sind nur äußerliche Formen und lassen noch nicht jemand zum Mitglied des Gottesvolkes werden. Du gehörst nur dann dazu, wenn die Beschneidung für dich mehr bedeutet als die Erfüllung toter Buchstaben. Was wirklich zählt, ist eine Beschneidung, die der innere Mensch nötig hat und die durch den Heiligen Geist geschieht. Gott nimmt das sehr wichtig, auch wenn Menschen es für nebensächlich halten.“ (Rö 2,28-29).

Betonung äußerlicher Formen, um innere Missstände zu verbergen. Dies erklärt, weshalb etliche evangelikale Gemeinden, die sich über die in dieser Broschüre erläuterten Gebote Christi unbeirrbar hinwegsetzen, dennoch darauf bestehen, dass keine einzige Frau in die Gemeindeleitung aufgenommen wird. Sie halten es für ihre Pflicht, da der Apostel Paulus es für falsch hielt (1.Tim 2,12). Wenn man aber gleichzeitig die Anordnungen des Paulus, die den schiedsgerichtlichen Dienst betreffen

Artikel aktualisiert am 19.07.2026

3 thoughts on “Miese Tricks”

  1. Wenn Gemeindeleitungsmenschen bewusst lügen / die Decke des Schweigens nicht anheben wollen, dann tut das dem empfindsamen Papa weh, das Kind mit Sechzehn kann voll dabei bleiben, die Gattin sowieso, da sie ja die Beziehungen nötig hat ?! Die Botschaft am Sonntag nimmt man dann in Kauf, auch wenn’s manipulativ und nicht authentisch ist. Ja, man hat es nicht leicht, wenn man Mobbing / Bossing hatte, sich abwenden „musste“, und dann soll man noch die Familie loslassen… Und all die ganzen unwissenden „Schafe“, die blindlings Folge leisten, weil sie denken, dass Älteste ja von Gott eingesetzt sind und nicht etwa mit Manipulation ins Amt gewählt…

  2. Das Leben im Glauben kann ganz schön ungesund sein, dünkt es mich! Die Leute im gleichen Allianz-Boot sind nett, doch sieht’s aus, als können sie es nicht glauben, was ich mittlerweilen möchte. Es ist auch unangenehm, das Mitteilen. Man hat sich schon im Klinikalltag mitgeteilt. Mit zweifelhaftem Gelingen! Nun müssen Glaubensgenossen ja kein Mitleid zeigen…

  3. liebe Freunde in Deutschland und anderswo
    als traumatisierter Christ tut es gut, wieder einmal diese Website zu besuchen. Ist es tröstlich oder beunruhigend, wenn man sieht, dass die „Glaubensgemeinschaft“ der eigenen Familie kein Einzelfall ist, was Heuchelei und Manipulation angeht?! Ich weiß nicht… Ich weiß, dass ich im Kampf um die Wahrheit müde geworden bin. Und dass es im Umfeld über die Jahre auf negative Weise Kreise gezogen hat. Man hat sich in psychiatrische Behandlung begeben, was “ nur neue Herausforderungen“ mit sich gebracht hat. Wird man als langjähriger Christ und Nachfolger noch ernst genommen, wenn man versucht, Misstände aufzudecken? Nein, meine Erfahrung zeigt, dass fast niemand die „heiße Kartoffel“ in die Hand nehmen möchte. Bei den ganzen Bemühungen, die von Herzen kommen, wird einem der „Spieß“ umgedreht! Von den besten Freunden und Verwandten wird einem zum Beispiel mangelnde Vergebungsbereitschaft (oder fieser Richtgeist) vorgeworfen, wenn man möglichst objektiv versucht, das Erlebte zu schildern, ohne die Anwesenheit der Haupttäter und Haupttäterin ( bewusst von mir nicht eingeladen, zu meiner kleinen Infoveranstaltung auf neutralem Grund und Boden)!

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