Die jüdisch-christliche Glaubensurkunde, die Bibel, schuf die Grundlage für eine Kultur der Menschenwürde. Sie schenkt Menschen Inspiration, Kraft und Perspektive – wenn sich das Schriftverständnis konsequent am Qualitätsmaßstab Jesu (Matth 23,23) orientiert.
Wenn das nicht der Fall ist, dann kann Bibelunterricht bisweilen sehr schädlich sein! Bibelworte können große Kräfte in der Seele entfesseln – die sowohl in konstruktiver wie auch in destruktiver Weise wirken können. Die Sensibilität einer religiösen Gruppe für dieses Risiko ist erfahrungsgemäß nicht sehr groß. Umso notwendiger ist rechtzeitige Vorbeugung! Wenn korrigierende Information zu spät kommt, können fatale Fehlentscheidungen die Folge sein, die das Leben fortan belasten und möglicherweise nur noch mit viel Aufwand oder gar nicht mehr zu reparieren sind.
Themen, bei denen vorbeugende Korrektur notwendig ist:
Ethik
Christliche Sexualethik – Segen oder Fluch?
Sexueller Rigorismus → Überforderung des Gewissens, chronische Schuldgefühle, gestörte Partnerwahl
Erpresste Nachfolge?
Materieller Totalverzicht zugunsten der Weltmission → Schuldgefühle, Depression, Altersarmut
Die Gabe des „Zehnten“ auf dem Prüfstand
Fluchandrohungen bei mangelhafter Spendenabgabe → Schuldgefühle, Überforderung, Entscheidungsdruck
Kann ein Glaubenszeugnis schädlich sein?
Übersteigerte Gotteserfahrungen als Norm → Angst vor Gottverlassenheit bei Ausbleiben solcher Erfahrungen
Sorgfaltsparadox
Alarmismus, Deprivation → Angst, von Gott vergessen worden und verlassen zu sein.
Der unselige Sog der Tradition…
Geduldete Bösartigkeit in Traditionen → Zerstörung des kindlichen Urvertrauens
Nebenprodukt Narzissmus
Andressiertes Sendungsbewusstsein → Kontaktunfähigkeit, Persönlichkeitsstörung, Provokation von Mobbing
Ist die Körperstrafe (Prügeln) ein unentbehrliches Erziehungsmittel des Christen?
Prügelstrafe als religiöse Pflicht → Erziehung zu chronischer Ängstlichkeit
Vorsicht Falle: Gelübde
Übereiltes Versprechen gegenüber Gott → lebenslange Angst vor Strafe und Feindschaft Gottes
GIFTIGE THEOLOGIE (30 Varianten)
Zuspitzung buchstabenhöriger Interpretation → Verfluchungsangst, Apathie
Ethik-Paradox
Ideologische Fehlbesetzung ethischer Grundbegriffe → Unfähigkeit, sich selbst kritisch zu sehen
Problematische Gruppendynamik
Ist das Gewissen die unfehlbare Stimme Gottes?
Alarmismus, Überforderung → Lähmung des Urteilsvermögens
Fromme Gruppendynamik
Pseudozeugnisse, um Angst abzubauen → Geheuchelte Glaubensfreude, Scheinheiligkeit
Wertschätzende Gesprächskultur
Bevormundung, Stigmatisierung, Ausgrenzung Andersdenkender → Störung der Fähigkeit zu Selbstüberprüfung und zur Fähigkeit, bereichernde bzw. korrigierende Kontakte zu pflegen, Verführung zum Nachplappern und zu serviler Anpassung an theologische Gruppennormen.
JA zur Wahrheit!
Übertreibung „zur Ehre Gottes“ → Verlust des Bedürfnisses nach ehrlicher Rechenschaft
Gebetserhörung?
religiöse Selbstzerfleischung, skrupelhafte Selbsterforschung um Gott beeinflussen zu können → Pharisäismus, chronische Enttäuschung, Überforderung
Was ist Irrlehre? Was kennzeichnet eine Sekte?
Abschirmung gegen bessere Argumente → Schwächung des Urteilsvermögens und der Glaubwürdigkeit
Heiligt der Zweck die Mittel? Übertreiben, Verharmlosen „für den Glauben“?
Einüben manipulativer Gewohnheiten, Schwächung des spirituellen Urteilsvermögens, Geringschätzung des Bemühens um Ehrlichkeit
Das Einüben von Verlustangst
Misstrauen gegen konsistentes, widerspruchsfreies Denken, Alarmismus, Schwächung des Urteilsvermögens
Fragwürdige Taktiken
Übliche Methoden der Abschirmung → geistige Erstarrung und Unbelehrbarkeit
Ehrfurcht oder Gottesangst?
